Sommerabend, Imbissduft und dazwischen Gespräche über künstliche Intelligenz, papierlose Büros und Social Media: Der „Abend der Wirtschaft“ der Stadt Taucha fand am Donnerstag im PartheBad statt. Im Mittelpunkt standen Austausch, praktische Impulse und die Frage, wie kleine und mittlere Unternehmen digitale Werkzeuge sinnvoll nutzen können.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Tobias Meier stellte sich zunächst das PartheBad als Gastgeber vor. Anschließend durchliefen die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer drei kompakte Workshops. Dabei ging es um die Erstellung von Websites mit Hilfe künstlicher Intelligenz, um effiziente Social-Media-Beiträge und um Möglichkeiten, Büroabläufe schrittweise papierärmer zu organisieren.
Besonders anschaulich wurde es beim Workshop von Bernhard de Luca. Der Markenbotschafter des schwedischen KI-Unternehmens Lovable zeigte, wie mit Hilfe künstlicher Intelligenz in kurzer Zeit eine Unternehmenswebsite entstehen kann. Aus Theorie wurde dabei schnell Praxis: Schausteller Olaf Liebold zeigte Interesse – und seine Website wurde kurzerhand beispielhaft neu aufgebaut.
Um digitale Büroprozesse ging es bei Erik Hunold von Mittelstand-Digital. Er stellte Werkzeuge und Portale vor, mit denen Unternehmen Abläufe vereinfachen und Papier reduzieren können. Für Andreas Wugk, Stukkateur, Lehmbauer und Händler für ökologische Bauprodukte, war das Thema besonders greifbar. Er arbeitet nach eigenen Angaben derzeit noch „hybrid“: Ein Teil der Rechnungen werde bereits digital erstellt und versandt, ein anderer Teil gehe weiterhin per Post raus.
Vivien Zschammer und Lisa Renner von Arbeit und Leben widmeten sich dem Einsatz künstlicher Intelligenz in der Social-Media-Arbeit. Ihr kurzer Vortrag zeigte, wie Unternehmen Inhalte effizienter planen, formulieren und veröffentlichen können, ohne dabei die eigene Ansprache zu verlieren.
Neben den fachlichen Impulsen lebte der Abend vor allem von seiner entspannten Atmosphäre. Bei Essen und Getränken vom PartheBad-Imbiss kamen die Gäste miteinander ins Gespräch. Erstmals bei einem Abend der Wirtschaft dabei waren Sophie Trettner und Charly Apitzsch vom Tauchaer Unternehmen „Kunterbunte Knallfrösche“. Die beiden bieten derzeit noch nebenberuflich Kinderschminken an, unter anderem für größere Firmenveranstaltungen. „Wir netzwerken hier ein bisschen. Mal gucken, was sich ergibt“, sagten sie.
Organisiert wurde der Abend von Tauchas Wirtschaftsförderin Lilly Mühlbach. Das Format zeigte, wie niedrigschwellig Wirtschaftsförderung funktionieren kann: nicht als trockene Vortragsveranstaltung, sondern als lockerer Treffpunkt mit konkretem Nutzen. Zugleich blieb der Eindruck, dass dieser gut vorbereitete Abend mehr Teilnehmer verdient gehabt hätte. Denn gerade die Mischung aus sommerlicher Kulisse, praktischen Digitalthemen und persönlichem Austausch machte deutlich: Vernetzung muss nicht steif sein.