Ein Ratgebertext von Rosenberg Immobilien Leipzig.
Anzeige. Am 14. August kamen 77 Eigentümerinnen und Eigentümer an den Cospudener See. Ein Bericht über den Abend – und über eine Erkenntnis, mit der wir so nicht gerechnet hatten.
Gerechnet hatten wir mit 50 Gästen. Am Ende wurden es 77, weil die Anmeldungen schneller eintrafen, als wir nachzählen konnten. Das Wetter meinte es gut mit uns, und so verteilte sich der Abend zwischen dem Saal der Kleinen Freiheit Pier1 und der Terrasse am Wasser.
Um 18.30 Uhr ging es los. Den Anfang machte die Frage, die fast alle mitgebracht hatten: Was ist mein Haus, was ist meine Wohnung heute eigentlich wert? Wir haben gezeigt, woraus sich ein realistischer Preis zusammensetzt und weshalb Online-Rechner so regelmäßig danebenliegen. Es folgten die Unterlagen, die man früher oder später zusammentragen muss, und die Frage, wie man ernsthafte Käufer erreicht statt Besichtigungstourismus.
Nach der Pause übernahm ein Notar. Er nahm sich den Kaufvertrag vor – Absatz für Absatz, und so, dass niemand ein Jurastudium brauchte, um mitzukommen. Ein Finanzierungsexperte rechnete anschließend vor, wie sich die Zinsen auf die Kaufkraft der Interessenten auswirken. Denn wer verkauft, verkauft an Menschen, die sich das Angebot leisten können müssen.
Am längsten aber dauerte der Teil, der in keinem Programm stand. Nach dem letzten Vortrag blieben die meisten Gäste sitzen, und aus den Fragen wurden Gespräche, die bis in den späten Abend gingen. Viele waren zu zweit gekommen, als Ehepaar oder mit einem erwachsenen Kind. Auf einem der Feedbackbögen stand am Ende, meist nur ein Wort: Danke.
Dabei kam etwas heraus, womit wir nicht gerechnet hatten: Vor dem ersten Vortrag hatten wir unsere Gäste gebeten, ein paar Aussagen anonym zu bewerten. Bei der ersten – „Ich kenne meine eigene Immobilie gut“ – stimmten über 60
Prozent ohne jede Einschränkung zu. Bei der zweiten – „Ich kann einschätzen, welchen Preis ich erzielen könnte“
– traute sich nur knapp ein Viertel ein klares Ja zu.
Drei von vier Eigentümern wissen also sehr genau, was sie besitzen, aber nicht, was es wert ist. Und wer das nicht weiß, erkennt ein zu niedriges Angebot auch nicht als solches. Das ist keine Wissenslücke, für die sich jemand schämen müsste. Die meisten Menschen verkaufen genau eine Immobilie in ihrem Leben – woher sollte die Übung kommen? Nur führt diese Unsicherheit dazu, dass viele das Thema vor sich herschieben. Man weiß ja nicht, wo man anfangen soll.
Ein zweiter Wert hat uns bewegt: Mehr als die Hälfte der Gäste fühlt sich der eigenen Immobilie emotional verbunden. Für sie steht keine Zahl auf dem Papier, sondern das Haus, in dem die Kinder groß geworden sind.
Weil erneut mehr Eigentümer kommen wollten, als Platz hatten, folgt ein dritter und für dieses Jahr letzter Abend. Er findet am Freitag, dem 30. Oktober 2026, im Rittergutsschloss Taucha statt – in der Kulturscheune am Haugwitzwinkel 1, 04425 Taucha. Einlass ist ab 17.30 Uhr, Beginn um 18.00 Uhr.
Es stehen 100 Plätze zur Verfügung. Beide bisherigen Abende waren ausgebucht, wer dabei sein möchte, sollte sich also früh anmelden. Die Teilnahme ist wie immer kostenfrei und unverbindlich.
Ein Anruf unter +49 160 2677871 genügt, eine kurze Nachricht an fm@rosenberg-immo-leipzig.de oder die Anmeldung online.
Wir freuen uns auf Sie!