Neues Funktionsgebäude auf der „Krieke“ nähert sich der Fertigstellung | Taucha kompakt

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Neues Funktionsgebäude auf der „Krieke“ nähert sich der Fertigstellung

Das neue Funktionsgebäude auf dem Kriekauer Sportplatz nähert sich der Fertigstellung. (Foto: Daniel Große)
Das neue Funktionsgebäude auf dem Kriekauer Sportplatz nähert sich der Fertigstellung. (Foto: Daniel Große)
Das neue Funktionsgebäude auf dem Kriekauer Sportplatz nähert sich der Fertigstellung. (Foto: Daniel Große)

Der Neubau des Funktionsgebäudes am Sport- und Freizeitzentrum in der Kriekauer Straße nimmt deutlich Gestalt an. Die Außenhülle ist weitgehend geschlossen, im Inneren laufen zahlreiche Gewerke parallel.
Nach dem derzeitigen Zeitplan soll das Gesamtprojekt Ende August abgeschlossen werden.

„Das Dach ist dicht“, sagt Thoralf Klöhn, Polier beim Bauunternehmen Züblin, bei einem Rundgang über die Baustelle. Auf dem Flachdach wird derzeit die Photovoltaikanlage installiert. Auch die große Lüftungsanlage steht bereits an ihrem Platz. In Betrieb gehen kann sie allerdings erst, wenn die Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom vollständig hergestellt sind.

Fenster und Dämmung sind eingebaut, die Außenwände wurden bereits armiert. Nun beginnt das Verputzen der Fassade. Im Erdgeschoss unterhalb des Vordachs ist später eine Vorhangfassade vorgesehen. Die dort derzeit sichtbaren Holzwände werden dahinter verschwinden. Sie sind Teil der Holzhybridkonstruktion des Gebäudes, bei der Beton- und Holzelemente miteinander kombiniert werden.

Auch innen ist der Baufortschritt unübersehbar. Der Estrich liegt inzwischen in allen Etagen. Maler, Heizungsinstallateure, Fliesenleger und Trockenbauer arbeiten gleichzeitig an den verschiedenen Bereichen.
An den Decken verlaufen bereits die umfangreichen Leitungen der Be- und Entlüftungsanlage.

Die Fliesenfarben in den Sanitärräumen sind an die Farben der Stadt Taucha und SG Taucha angelehnt. (Foto: Daniel Große)
Die Fliesenfarben in den Sanitärräumen sind an die Farben der Stadt Taucha und SG Taucha angelehnt. (Foto: Daniel Große)
Die Fliesenfarben in den Sanitärräumen sind an die Farben der Stadt Taucha und SG Taucha angelehnt. (Foto: Daniel Große)

Auf rund 840 Quadratmetern Nutzfläche entstehen zahlreiche Umkleide- und Duschräume, Sanitärbereiche, Büros und Räume für Trainer. In den Sanitärräumen sind farbliche Akzente in Blau und Gelb vorgesehen. Es sind sowohl die Vereinsfarben der SG Taucha 99 als auch die Farben der Stadt.

Zu den markantesten Räumen gehört ein großer Vereinsraum mit direktem Blick auf das Spielfeld. Eine mehr als 300 Kilogramm schwere Panorama-Glasscheibe bildet dort die Front zur Sportanlage. Schon während des Ausbaus wird deutlich, wie stark sich die Bedingungen für die Nutzer des Sport- und Freizeitzentrums verbessern werden.

Die „Krieke“ wird vor allem von der SG Taucha 99 und dem Leichtathletik-Club Taucha sowie der TSG 1861 Taucha genutzt. Alle Vereine haben trotz der abflachenden demografischen Entwicklung weiter Mitgliederzuwachs. Hinzu kommen der Schul- und Freizeitsport. Das bisherige Vereinsgebäude ist veraltet und angesichts der gestiegenen Nutzerzahlen deutlich zu klein. Vor allem Umkleiden, Duschen, Sanitäranlagen und geeignete Vereinsräume fehlen bislang. Durch den Ergänzungsneubau werde diese Umstände beseitigt. Das bestehende Gebäude bleibt jedoch weiter in Betrieb.

Bereits beim Richtfest Anfang April hatte LC-Präsident Uwe Kleine auf die schwierige Situation seines Vereins hingewiesen. „Wir können aktuell weder sanitäre Anlagen noch Umkleiden nutzen und erhoffen uns nun massive Verbesserungen. Auch unser Büro soll umziehen von der Jubisch-Halle hier in das Gebäude“, sagte er damals.

Die SG Taucha 99 freut sich vor allem über die zahlenmäßig neuen Kabinen und speziell die ca. 30 qm großen Kabinen für die Großfeldmannschaften im Verein. Zudem werden die Situationen für den angestellten Platzwart und die zentrale Geschäftsstelle deutlich verbessert. Für Zuschauer der Sportevents sind dann zukünftig moderne WC- und Toilettenanlagen von außen begehbar und nutzbar.

Der große Vereinsraum mit Glas-Panoramascheibe und Blick auf das Spielfeld (Foto: Daniel Große)
Der große Vereinsraum mit Glas-Panoramascheibe und Blick auf das Spielfeld (Foto: Daniel Große)
Der große Vereinsraum mit Glas-Panoramascheibe und Blick auf das Spielfeld (Foto: Daniel Große)

Mit dem Gebäude verbunden entstehen neue Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung. Geplant ist eine unterirdische Rigole mit einem Fassungsvermögen von 96 Kubikmetern. Sie soll Niederschlagswasser auf dem Grundstück zurückhalten. Bei größeren Regenmengen kann zusätzlich eine Geländemulde gefüllt werden. Erst später wird überschüssiges Wasser in Richtung Parthe abgeleitet. Die Anlage erfüllt zugleich eine wichtige Funktion für den Brandschutz. Das gespeicherte Wasser soll der Feuerwehr im Ernstfall als Löschwasserreserve zur Verfügung stehen.

Nach Einschätzung des Bauleiters liegt das Projekt weiterhin im Zeitplan. Dieser sei allerdings eng. „Wir denken, wir schaffen es“, sagt Klöhn. Die WOTa als Bauherr hatte zuletzt mit einem Nutzungsbeginn bis zum Ende des dritten Quartals gerechnet. Insgesamt werden rund 4,5 Millionen Euro in das neue Funktionsgebäude investiert. Das Vorhaben wird mithilfe der Städtebauförderung und des Programms „Lebendige Zentren“ finanziert.

Mit dem Neubau erhält das Sport- und Freizeitzentrum erstmals Räumlichkeiten, die zur Größe und Bedeutung der Anlage passen. Moderne Umkleiden, Duschen, Vereins- und Büroräume sowie Fitness- und Gymnastikraum sollen die Bedingungen für Fußballer, Leichtathleten, Schüler und weitere Nutzer der „Krieke“ dauerhaft verbessern.



Daniel Große
Daniel Große
Daniel Große arbeitet seit 2001 als freier Journalist und berichtet hier zu allen Themen, die unsere Region bewegen. Infrastruktur, Blaulicht-Meldungen, Veranstaltungen, Neues aus den Rathäusern und vieles mehr veröffentlicht er hier. Schnell, kompakt und verständlich.

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