Bau- und Handwerksbetriebe aus Taucha sind am vergangenen Donnerstagmorgen zum Bau- und Handwerkerfrühstück der Stadt Taucha zusammengekommen. Gastgeber war diesmal der Rösl Gewerbepark am Pönitzer Dreieck an der B87. Laut Stadtverwaltung waren 16 Teilnehmer anwesend.
Im Mittelpunkt standen neben dem Austausch untereinander zwei Impulse: ein Einblick in den Gewerbepark und seine Unternehmen sowie ein Fachvortrag zur Bonitätsprüfung bei Privatkunden.
Gewerbeparkleiter Eckhart Bannier stellte zunächst die Mieterstruktur und die verfügbaren Flächen des Standorts vor. Außerdem gab er einen Überblick über die Beschäftigungszweige der Firma Rösl. Dazu zählen nach seinen Angaben Erdbau, Abbruch, Transport, Entsorgung und Recycling sowie der Bereich Steine und Erden. Besonders hob Bannier die Kiesgrube Zschepplin hervor. Dort hätten sich inzwischen mehr als 150 Vogel- und 250 Schmetterlingsarten angesiedelt, außerdem zahlreiche geschützte und bedrohte Pflanzenarten. Die Fläche sei damit nicht nur Abbaugebiet, sondern zugleich ein ökologisch wertvolles Biotop. Bannier verwies darauf, dass eigens ein Ranger angestellt worden sei, der sich ausschließlich um Flora und Fauna kümmere.
Anschließend sprach Rechtsanwalt Martin Gremmel vom Sächsischen Baugewerbeverband über Bonitätsprüfungen. Er ordnete sie als ein Instrument ein, das Handwerker und andere Bauschaffende vor Vertragsschluss mit Privatkunden stärker nutzen sollten. Hintergrund seien Zahlungsausfälle oder nur teilweise Zahlungen, die in der Praxis häufig aus Auseinandersetzungen über Gewährleistung oder die Höhe von Abschlägen entstünden. Nicht selten zeige sich erst im Nachhinein, dass Auftraggeber schon zu Beginn finanziell nicht in der Lage gewesen seien, die Leistung vollständig zu bezahlen, weil sie bereits insolvent oder zumindest nahe an der Insolvenz gewesen seien.
Beim anschließenden Frühstück, das vom Kaffeehaus Kraus zubereitet und von der Stadtverwaltung Taucha gesponsert war, setzten die Teilnehmer die Gespräche fort. Diskutiert wurden sowohl die Inhalte des Vortrags als auch weitere Themen aus dem Arbeitsalltag, bevor die Betriebe in den Tag starteten.
Das Angebot der Vernetzung seitens der Stadtverwaltung soll ausgebaut werden. Darum fragt Wirtschaftsförderin Lilly Mühlbach nach Themen, die bei solchen Veranstaltungen angesprochen werden können. Interessierte sollten dazu dieses Formular ausfüllen.