Auf dem Schulhof des Geschwister-Scholl-Gymnasiums gibt es seit heute einen neuen Hingucker – und vor allem: deutlich mehr Schatten. Über dem grünen Klassenzimmer stehen nun zwei große grüne Sonnenschirme. Sie sollen den Unterricht im Freien auch an heißen Tagen angenehmer machen.
Der Wunsch nach mehr Beschattung auf dem Schulhof begleitet die Schule schon länger. „Der Schülerrat hat sich seit Jahren mehr Sonnenschutz gewünscht“, sagt Schulleiterin Kathrin Rentsch. Ursprünglich sei auch über Sonnensegel nachgedacht worden, die am Schulgebäude befestigt werden sollten. Diese Idee scheiterte jedoch am Denkmalschutz. Also wurde nach einer anderen Lösung gesucht.
Nun aber ist es soweit: Zwei Bistroschirme wurden aufgestellt. Sie spenden nicht nur Schatten, sondern halten auch leichten Regen aus. „Wenn man mit einer Klasse gerade im grünen Klassenzimmer sitzt, muss man also nicht sofort wieder ins Schulhaus“, sagt Linus Putze vom Schülerrat.
Die beiden Schirme samt Erdarbeiten und Verankerung der Bodenhülsen kosteten rund 19.000 Euro. Finanziert wurde das Projekt gemeinsam vom Schulträger Landkreis Nordsachsen und dem Förderverein des Gymnasiums. Dieser brachte unter anderem Geld aus dem Spendenlauf vom 2. Juni ein. Dabei waren rund 3.700 Euro zusammengekommen.
Bianca Schmidt, stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, hatte sich mit dem Verein um die Akquise gekümmert. Rentsch lobt die Zusammenarbeit aller Beteiligten ausdrücklich. Auch die Stadt Taucha habe unterstützt, etwa mit Lageplänen zu unterirdischen Leitungen. „Innerhalb von 48 Stunden war alles geklärt“, sagt die Schulleiterin.
Dass die Schirme grün sind, ist kein Zufall. Der Schülerrat hatte zuvor bereits mit einer Arbeitsgruppe die Mülleimer auf dem Schulhof abgebaut, dunkelgrün gestrichen und anschließend mit Sprüchen gestaltet. Die neuen Schirme greifen dieses Farbkonzept nun auf: mit dunkelgrünen Akzenten und hellgrünen Flächen, passend zu den Bäumen auf dem Schulhof.
Aufgebaut wurden die Schirme von einem Vertreter des Händlers sowie Hausmeister Dirk Hülle und seinen Kollegen. Für das grüne Klassenzimmer ist damit ein wichtiger Schritt geschafft. Und möglicherweise bleibt es nicht bei diesen beiden Schirmen. Wenn alles gut läuft, soll auf der anderen Seite des Schulhofs ein weiteres grünes Klassenzimmer entstehen. Auch dort würde dann wieder Sonnenschutz gebraucht.